Eine Postkarte

Beim Aufräumen habe ich noch ein Album mit ein paar alten Fotos entdeckt und auch ein Postkarte von Biel.

Auch wer die Stadt gut kennt, hat wohl Schwierigkeiten, sie zu erkennen. Immerhin ist der Bahnhof gut zu sehen, mit der Linie nach Neuenburg im Vordergrund. Die Strasse rechts schein bei zwei Pappeln zu enden (oder aucht nicht) und dahinter ist eine Fabrik. Auf diesem Gelände würde später der Block errichtet, in dem ich teilweise aufgewachsen bin.
Es handelt sich wahrscheinlich um eine s/w-Foto, das nachträglich koloriert wurde. Dabei hat der Bearbeiter wohl auch das Alpenpanorama etwas nachgebessert.

Apéro am Bielersee

Es geht schon wieder ums Essen, denn am Samstag luden meine Nichte und ihr Mann zum Hochzeitsapéro. Wir waren im Restaurant „La Péniche“ am Barkenhafen. Ich packte mir zwischendurch einen Teller, lud eine Bruschetta, einen Caprese-Spiess und ein Lachsröllchen drauf und posierte ihn auf dem Balkon.

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Auf der anderen Seite des Barkenhafens – in nobleren Gegenden hiesse das wohl Jachthafen – liegt das Bieler Strandbad. Man sieht genau diese Ecke, wo ich zu Gym- und Studentenzeit manchen Nachmittag verbrachte.
Zurück zum Essen: Der warme Gang bestand aus Egli-Filet, Poulet-Saté mit Erdnusssauce und Gebäcken. Nach alledem mochte man kaum mehr einen Bissen, aber schliesslich war da noch das Dessert:

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Aber eigentlich ging es ja noch um eine Hochzeit. Das Paar hatte eine Fotobox aufgestellt, wo sich alle Gäste mit oder ohne Maske porträtieren und diese Bilder in ein Album einkleben konnten.

 

Radiokuchen

Wenn auf unserem Nationalen Radiosender ein Kochrezept besprochen wird, vergesse ich es meistens gleich wieder. Den Siedfleischkuchen, den habe ich mir aber genauer angeschaut. Und gekocht, resp. gebacken.

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Eigentlich braucht es gar kein Rezept. Wenn man Resten von Siedfleisch hat, würfelt man diese, mischt sie mit glasig gebratenen Zwiebel (oder Lauch), löscht mit etwas Rotwein (oder Bier) ab, lässt das ganze abkühlen und belegt den Kuchen damit. Der Sinn des Teigdeckels ist, vermute ich, dass das Fleisch beim backen nicht trocken wird.

Kein grüner Daumen (II)

Bei mir wächst nichts, heisst natürlich, bei mir in der Wohnung. Draussen, rund ums Haus, grünt es ganz gewaltig, das haben gelegentliche Bilder von meinem Balkon schon gezeigt. Noch grüner sieht es bei Nachbar J. aus, denn er ist einen Stock tiefer. Da schaut man direkt ins Grüne:

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Und wenn wir – zu zweit oder mit weiteren Freunden – dort ins Grüne blicken, dann steht so gut wie immer Bier auf dem Tisch.

Kein grüner Daumen (I)

Ich habe keinen grünen Daumen. Bei mir wächst nichts – und was schon gewachsen ist, geht höchstwahrscheinlich ein. Endlich habe ich das Lied dazu gefunden.

Was immer ich auch pflanze, ça ne pousse pas, wird hier gesungen. Netterweise mit Untertiteln, so dass man auch mitbekommt, dass er statt Ananas „nanas“, also Mädchen pflanzen will. Solche hat es im Video eigentlich genug…

TdS wider Willen

Das einzige was klar war: unser Quartierladen ist wegen Krankheit geschlossen. Also musste ich mich aufmachen, Brot zu besorgen. Aber wie es so ist – warum im Dorf einkaufen, wenn man auch nach Bern fahren kann. Also fuhr ich hin, gönnte mir Kaffe und Gipfeli und entdeckte, dass in der Stadt irgendetwas los war.
Natürlich, die Tour de Suisse!

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So spazierte ich in der unteren Altstadt herum, schaute mir die Mannschaftsbusse an und schliesslich den Start. Als der Spuk vorbei war, fuhr ich wieder heim und weil ich in Bern gar nicht zum einkaufen kam, tat ich das in Spiez. Dann ging ich auf den Zug ins Simmental – der wegen eine Weichenstörung nicht fahren konnte – und wartete halt auf den nächsten.
So abenteuerlich kann ein ungeplanter Tag verlaufen.

 

Laut im Schloss

Schach passt ja bestens in ein Schloss und so auch, dass der Schachklub Bümpliz sein Spiellokal im Schloss Bümpliz hat. Dort spielten wir Thuner gestern Samstag. Allerdings fand im Nebenraum eine Versammlung einer „Theologischen Gesellschaft“ statt. Eine Gesellschaft, die ihre Theologie vor allem singend vertrat. Laut singend, damit es der Herr im Himmel auch hört.
Unsere Gastgeber packten somit die Schachbretter wieder ein und wir verlegten das Spiel in den nahegelegenen Pavillon.

Schloss Bümpliz

Im Bild rechts der Pavillon und im Hintergrund das Schloss. Der Pavillon ist ein hübsches kleines Lokal, wo man sicher gut Feste feiern kann. Für uns wurde es allerdings kein Fest, denn wir verloren mit viereinhalb gegen eineinhalb Punkten. Mit mir konnte ich als einziger Sieger zufrieden sein, als Mannschaftsleiter aber nicht mit dem Gesamtresultat.