101 Dinge

Im Frühjahr 2011 habe ich mir ein Buch gekauft, mit dem Titel „101 Dinge, die man getan haben sollte, bevor das Leben vorbei ist“.
Das Buch enthält neben leicht realisierbarem auch schwierige oder gar illegale Tätigkeiten, so dass ich nur das wenigste genau so oder überhaupt machen möchte. Ich habe diese 101 Dinge in einer Artikelserie vorgestellt und meine Kommentare dazu geschrieben. Beide sind nicht immer ganz ernst zu nehmen. Hier sind sie:

1. Schreib einen Bestseller
Wie heisst es so schön: Jeder Mensch trägt eine grosse Geschichte in sich, die kein Schwein interessiert – seine eigene! Mit anderen Worten, die Wahrscheinlichkeit, dass meine Memoiren ein Bestseller werden, ist annähernd null. Bleibt noch ein Sachbuch oder Fiktion. Vergessen wir es.

2. Schwimm mit Haien, Walen, Delphinen
Wenn ich am Sonntag Morgen im Schwimmbad meine Runden ziehe, habe ich durchaus das Gefühl mich unter den genannten Mitschwimmern zu befinden. Manche durchpflügen das Wasser scharf und gerade, dass man befürchten muss, gefressen zu werden, sollte man ihnen in die Bahn geraten. Andere erzeugen bei jedem Schlag einen Wellengang, der, die Grössenverhältnisse berücksichtigend, einem Pottwal Konkurrenz machen könnte. Auch solche, die quietschend und schnatternd ihre Bahn ziehen gehören zum Inventar.

3. Gewinn einen Preis oder Pokal
Barpreise ja, Pokale zum Glück nein. Lieber den Preis in Bier umsetzen, als einen Staubfänger aufstellen. Diesen Punkt kann ich als erfüllt betrachten und da man bekanntlich bis ins hohe Alter Schach spielen kann, ist ein Preisgewinn auch in Zukunft nicht ausgeschlossen.

4. Fang einen Fisch mit blossen Händen
Ganze drei mal bin ich in meinem Leben schon fischen gegangen. Nur einmal gab es Opfer, d.h. zwei Fische überlebten nicht. Das ergab vier Filets für vier Personen. Bratwürste hatten wir auch.

5. Mach eine Entdeckung
Entdeckungen macht man zum Glück das ganze Leben lang. Aber etwas entdecken, was noch niemand vorher kannte – das erscheint mir recht unwahrscheinlich.

6. Schmeiss eine Party, wenn deine Eltern nicht da sind
Dieser Vorschlag kommt dreissig Jahre zu spät. Aber auch damals wären grosse Feste in einer Dreizimmerwohnung nicht gerade der Brüller gewesen. Um überbordende Feste zu feiern, gab es bessere Orte wie Studentenkeller, Campingplätze und Ähnliches.

7. Mach mit bei einem flotten Dreier
Es gibt da ganz interessante Varianten, zu dritt Schach zu spielen. Zum Beispiel das Kriegsschach. Zwei Spieler spielen an verschiedenen Brettern, ohne zu wissen, was der Gegner spielt. Der Dritte fungiert als Kurier, sagt ob ein Zug möglich ist, ob eine Figur geschlagen wurden oder ob Schach geboten wurden. Anhand dieser Informationen errät man die Stellung des Gegners. Eine wirklich spannende Sache.

8. Erfüll dir einen Kindheitstraum
Was bitte? Zaubern zu können? Genau, der  Sohn von Bekannten meiner Eltern, der auch einmal mein Schüler war, der ist Zauberer geworden. Ich nicht.

9. Lern das Instrument deiner Träume
Das kann ich insofern als erledigt betrachten, als dass ich ernsthaft versucht habe, Gitarre spielen zu lernen. Das Ganze hat in einem Gitarrenarm, einem Verwandten des Tennisarms, geendet.

10. Schenk der Welt Graffiti
In meiner ersten Wohnung hatte ich eine Wand, auf der alle Gäste unterschrieben haben. Diese Wand ist mitsamt dem Haus verschwunden. Ich überlege mir, ob ich diese Idee wieder aufnehmen könnte.

11. Fahr einem Tornado hinterher
Der erste Punkt, der eine Reise nach Amerika erfordern würde. Allerdings, was Regen und Sturm betrifft, sind wir hier im Diemtigtal auch schon recht gut bedient worden. 1999 mit Lothar, 2005 mit einer Überschwemmung, die uns eine Woche lang von der Umwelt abgeschnitten hat.

12. Bring ein Kunstwerk in einer Ausstellung unter
Wäre natürlich eine interessante Variante, ein altes Küchengerät, den Mixer oder die Kaffeemaschine, als Kunstwerk zu verklickern, anstatt dafür noch Entsorgungsgebühr zu bezahlen.

13. Lern deinen Namensvetter kennen
Etwa sechs solche gibt es in der Schweiz. Dann gibt es noch den EU-Korrespondenten der SZ, einen  Trompeter und mindestens einen bei der CS in London, denn für den erhielt ich einst ein E-Mail. Warum nicht mal probieren – also mit ersteren.

14. Fahr mit der grössten Achterbahn der Welt
Dafür schlägt mir das Buch drei Bahnen in den USA, eine in Japan und eine im Thorpe Park in England vor. Eine Reise durch England, nicht nur London, ist sowieso noch auf meiner Wunschliste. Also vormerken.

15. Spring von der Bühne oder surfe über das Publikum
Ich stelle mir da vor, wie ich im Lamm in Gwatt auf der Bühne stehe, die Schachspieler stehen alle gespannt vor mir und erwarten die Paarungen der nächsten Runde. Anstatt diese zu verkünden, stürze ich mich auf sie. Das einzige, worüber sich noch rätseln lässt, ist die Anzahl gebrochener Rippen. Bei mir und eventuell auch bei anderen.

16. Zieh ins Guiness-Buch der Rekorde ein
Mit dem ersten „Stage-Dive“ an einem Schachturnier!

17. Leg dir eine absolut sinnlose Sammlung zu
Ja, ich sammle Eisenerz. Ein Exemplar aus jeder Mine, die ich besuche. Das ist bisher nur eines aus Kiruna und das scheint mir auch genug.

18. Vertiefe dich ins Kamasutra
Das kommt doch im Lied „Sodomy“ im Musical „Hair“ vor. Und vieles anderes.

19. Lern pokern und spreng die Bank
Rein theoretisch gerne. Aber ich bin viel zu nervös, um ein Pokerface halten zu können. Zahlenlotto ist weniger aufregend – bringt allerdings nur ab und zu  sechs Franken.

20. Schmuggel dich backstage und schlepp einen Rockstar ab
Erst von der Bühne, dann dahinter. Vielleicht beeindrucke ich die ganze Band mit meiner Geschichte vom Gitarrenarm und sie schenken mir dann einen signierten Triangel.

21. Sei Versuchskaninchen
Ein beliebter Nebenverdienst für Studenten in vielen Ländern. Auch in der Schweiz? Vielleicht kann ich unter diesem Punkt verbuchen, dass ich meine Zähne einst in einem Studentenkurs habe machen lassen. Kronen auf beide Schneidezähne, die nach 30 Jahren immer noch halten.

22. Flieg mit einem Heissluftballon
Juhu, erledigt! Es war Mitte achtziger Jahre, eine Wochenendreise ins Burgund mit Ballonfahrt. Von fliegen schreibt das Buch, ich weiss, dass man fahren sagt. Es war ein tolles Erlebnis und wenn sich die Gelegenheit ergibt, mache ich es wieder.

23. Lass dich verhaften
Habe ich gar keine Lust darauf. Ausserdem, wer weiss, was noch alles passiert.

24. Guck dir den Start einer Raumfähre an
Startet überhaupt noch eine? Und wenn schon, so spannend stelle ich mir das nicht vor, zumal man ja recht weit weg davon steht.Die Fernsehkameras sind besser postiert.

25. Schiess ein preisgekröntes Foto
Zuerst muss ich wohl überhaupt gute Fotos schiessen. Aber Fotowettbewerbe gibt es ja immer wieder und wenn ich etwas passendes habe, kann ich auch etwas einreichen. Etwas mit wilden Tieren macht sich immer gut:
Bertschikon

26. Geh Bungee-Jumping
Nein.

27. Schau einem Vulkanausbruch zu
Würde mich auf jeden Fall interessieren. Als ich in Island war, war die Krafla noch warm von den letzten Ausbrüchen und darum auch nicht begehbar. Das Problem ist nur, man muss noch vor dem Ausbruch hinfliegen, denn nachher ist Flugverbot.

28. Spring mit einem Fallschirm ab
Ein Tandemsprung? Den könnte ich mir auf die Pensionierung schenken lassen.

29. Lern dein Idol persönlich kennen
Klar, ich muss nur in den Spiegel schauen. Aber im Ernst: Meine Vorbilder sind in erster Linie die Menschen in meiner nächsten Umgebung und die kenne ich natürlich.

30. Steig in der besten Suite eines 5-Stern-Hotels ab
Das Buch sagt selbst schon, es sei eigentlich ganz sinnlos, was ein Luxushotel bietet. Ob ich also 500 Franken oder noch mehr für etwas sinnloses ausgeben werde, kann ich erst sagen, wenn es passiert ist.

31. Geh mal in die Schwebe
Also in die Schwerelosigkeit. Da kann man für teures Geld in ein Flugzeug steigen, das dann einen Pseudo-Absturz macht, dass man für ein paar Sekunden schwerelos ist. Schweben kann man aber auch bei gewissen Anlagen in einem Spezialanzug über einem Ventilator. Wenn ich daran vorbeikomme, warum nicht.

32. Schau dir das Nordlicht an
Ja, gerne! Das Nordkap steht noch auf der Wunschliste.

33. Spiel ein Hole-in-One
Als ich das erste Mal mit einem Luftgewehr auf eine Scheibe schoss, traf ich exakt ins Schwarze. Wiederholen konnte ich das nie mehr. Ob mir im Golf etwas analoges gelingt, bezweifle ich.

34. Erfinde einen Cocktail
Sollte möglich sein. Am besten ein Bier-Cocktail: Dunkles Bier mit einem Schuss Hochprozentigem ungewisser Herkunft und exotischen Gewürzen. Serviert mit einem Stück Chili-Schokolade.

35. Spiel mit in deiner Lieblingsserie
Wenn ich in einer deutschen Grossstadt wohnen würde, wären die Chancen recht gut, im „Perfekten Dinner“ dran zu kommen. Wäre zwar keine schauspielerische Leistung, aber sicher ein teatralischer Auftritt.

36. Bereise alle Länder dieser Welt
Bezeichnet selbst das Buch als nicht realistisch, aber ich kann ja mal beginnen:
Zuerst andere Kontinente, also Amerika. Ich war in den USA und in Peru. Bei letzterem gab es noch eine Zwischenlandung in Aruba, wobei ein Flughafen um Mitternacht nicht besonders attraktiv ist. Asien habe ich mit einer Reise nach Israel gestreift.
In Europa begannen die Reisen natürlich bereits in der Kindheit mit den Nachbarländern Deutschland, Frankreich, Italien, Oesterreich und Liechtenstein. Dank dem Gym kam ich nach London und somit erstmals ins vereinigte Königreich und nach Irland. Zur Interrail-Zeit bereiste ich den Norden, also Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark und bei der Heimreise auch die Niederlande, Belgien und Luxemburg. Alleine oder mit Kollegen kam ich später nach Ungarn, Monaco, Island, Tschechien, Griechenland, Spanien und in den Vatikan. Was danach kam, steht bereits in meinem Blog, nämlich Estland, Lettland, Litauen und Portugal.
Etliche Länder bereiste ich schon mehrmals. Die Nachbarländer, Benelux und Dänemark gehören schon fast zum „Ausgangsrayon“. Das herkömmliche Westeuropa ist also fast abgehakt – die weissen Flecke sind im Osten.

37. Mach ein Feuer ohne Streichhölzer
Mit der Lupe habe ich das schon einige Male gemacht. Gemeint ist aber mit Feuersteinen oder mit Hölzchen reiben. Mal schauen.

38. Erlebe Tiere in freier Wildbahn
Das Buch gibt hier zwanzig Tiere vor, vom Elefanten bis zum Koala. Sollte ich eines davon tatsächlich mal sehen, werde ich es im entsprechenden Reisebericht erwähnen.Wobei … wer von denen, die schon auf Safari waren, sehen vor dem eigenen Haus regelmässig Rehe, Füchse und Hasen. Und gelegentlich auch Dachse oder Gämsen?
Schafe sind etwas häufiger.

39. Geh vor die Hunde
Gemeint ist, an einem Hunderennen zu wetten. Wahlweise auch Pferd oder Kamel. Vom Kuhfladenlotto hat der Buchautor wahrscheinlich noch nie gehört. Ich werde es jedenfalls eintragen, sollte es dazu kommen.

40. Verschaff dir ein kostenloses Upgrade im Flugzeug
Dazu muss man einen potenziell überbuchten Flug wählen. Ich gehe lieber auf sicher und habe darum sehr geringe Chancen auf diesen Zufall.

41. Schliess Frieden mit dem/der Ex
Da ich meines Wissens niemanden unglücklich oder verfeindet zurückgelassen habe, erübrigt sich dieser Vorschlag.

42. Mach sie alle fertig
Gemeint ist, man solle Bilder vom Chef und von bösen Kollegen auf eine Zielscheibe heften und dann drauflos ballern. Es gab einmal eine Zeit, da hatte ich tatsächlich solch düstere Gedanken. Heute aber ist alles ok und ich brauche sowas nicht.

43. Wirf einen Pfeil auf die Landkarte und fahr dorthin, wo er landet
Gute Idee. Als GA-Besitzer kann man auch die Bahnkarte nehmen, oder, statt mit einem Pfeil zu hantieren, das Postleitzahlenverzeichnis nehmen und dort zufällig Ortschaften heraussuchen. So oder so, ein interessanter Vorschlag, einen Tag zu vertreiben. Muss ich versuchen.

44, Glänze auf einer Filmpremiere
Schweissperlen auf blasser Haut. Brauch ich nicht.

45. Prell die Zeche in einem vornehmen Restaurant
Definitiv nein.

46. Geh tauchen
Auch das ist nichts für mich.

47. Melk eine Kuh
Ich habe eine Woche lang einen Kuhstall ausgemistet. Das sollte als Alternative gelten. Kühe treffe ich im Frühling sogar auf dem Arbeitsweg an. Sie kommen mir entgegen auf dem Weg auf die Alp. Kein Problem, solange sie mir nicht einen Rückspiegel abknabbern.

48. Sei dabei, wenn dein Land Weltmeister wird
Im Sackhüpfen? Sorry, ein Standardwitz von mir. Aber mir kommt gerade keine brauchbare WM in den Sinn.

49. Schau dir eine Sonnen- und eine Mondfinsternis an
Da kann ich mich noch an die Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 erinnern. Bei uns wurde es nicht dunkel, dafür konnten wir die Sonne bei etwas Bewölkung noch sehen.

50. Schreib deinen Namen auf einen Stern am Walk-of-Fame
Ab nach Hollywood! Aber auch in Berlin gibt es solche Sterne und ausserdem noch eine Vorrichtung, ähnlich den Panorama-Feldstechern, durch die man den Namensgeber des Sterns sehen kann. Ich mache mir lieber meinen eigenen Walk-of-Fame vor meinem Haus.

51. Lern eine Fremdsprache
Da kann ich so frech sein, und Französich und Englisch, das wir in der Schule lernen müssen, ignorieren. Etwas Niederländisch und etwas Spanisch habe ich gelernt – letzteres brauchte ich auch auf meiner Reise nach Peru. Russisch zu lernen habe ich abgebrochen, möchte es aber wieder aufnehmen.

52. Lies die wichtigsten Bücher aller Zeiten
Schau die Seite „Bücherliste„.

53. Mach einen Trip quer durch die USA
Das war 1993. Von Utah über Nevada nach Kalifornien. Dann mit dem Zug von San Francisco nach New Orleans. Von dort flog ich nach New York und schaute mir Manhattan an. Also fast quer.

54. Mach mindestens eine Anschaffung, die du dir nicht leisten kannst
Eine eigene Wohnung kann man sich ja nicht wirklich leisten im Sinne von bar bezahlen. Die Hypothek wird mich möglicherweise überleben. Aber sonst bin ich in finanziellen Dingen zu gewissenhaft, um mich zu übernehmen. Erst recht nicht absichtlich.

55. Schiess das entscheidende Tor
Goal!

56. Mogle dich auf eine piekfeine Party
Mir sind piekfeine Parties sch….egal.

57. Schau dir die wichtigsten Filme aller Zeiten an
Analog zu Punkt 52 werde ich auch dazu mal eine Seite erstellen.

58. Lebe an einem Ort, den du liebst
Das tue ich wohl, bei dieser Aussicht vor der Haustüre! Sollte ich aber je wegen fehlender vaterländischer Gesinnung ausgewiesen werden, würde im Norden etwas suchen. Am ehesten Niederlande oder Dänemark.

59. Schmeiss den Job hin, den du hasst
Das habe ich mal gemacht. Es empfiehlt sich aber, so etwas besser vorzubereiten.

60. Sei bei einer polizeilichen Gegenüberstellung dabei
So nett und harmlos wie ich aussehe! Auch das traumatisierteste Opfer würde mich nie mit dem Unhold verwechseln.

61. Inszeniere einen perfekten Streich oder Aprilscherz
Ich dürfte aber nicht dabei sein, da ich nicht lügen kann. Ausserdem machte ich mir zuviel Gedanken, ob es den Betroffenen ernsthaft schaden könnte. Eher nein.

62. Tritt in den Mile-High-Club ein
Sex auf der Flugzeugtoilette. Geben die nicht mittlerweile Alarm, wenn man zu lange bleibt?

63. Schaff es auf die Titelseite einer Tageszeitung
Während der Sommerflaute berichtet das Bieler Tagblatt immer vom Schachfestival. Auch früher schon und manchmal wurden auch die fleissigen Helfer abgebildet. Wie ich.

64. Fahr einen Wagen mit Höchstgeschwindigkeit
Mein erstes Auto war ein Vauxhall. Der fuhr höchstens 140 km/h. Aber schon bei dieser Geschwindigkeit hatte man das Gefühl, er fliege gleich auseinander. Das gibt dir kein Ferrari.

65. Ruf in einer Kneipe „Lokalrunde“
Das wäre wohl etwas für den Vetter Herzog, der ist so klein. Und wenn man mit ein paar Freunden alleine ist, kommt es noch auch günstiger.

66. Mach bei einem Flash-Mob mit
Dank Twitter gibt es das ab und zu. Einmal wurde auf dem Thuner Weihnachtsmarkt gesungen. Ich war Zuschauer, aber vielleicht mache ich mal etwas mit, wo nicht gesungen wird.

67. Besichtige folgende Wahrzeichen
Erledigt wären das Kolosseum, der Gand Canyon, die Golden Gate Bridge und Machu Picchu. Gemäss Buch fehlen mir noch Australien mit dem Uhuru, dem Barrier Reef und dem Hafen von Sidney, dann der Christus in Rio, dann noch Taj Mahal, Angkor Vat, die chinesische Mauer und die Pyramiden von Gizeh. Sicher liesse sich da noch einiges hinzufügen.

68. Rette jemand das Leben
Ausgerechnet eine Blick-Geschichte (Schande über mich!) erinnerte mich daran: Ich hatte mein Auto in die Einstellhalle gestellt. Als ich zum Haus ging, hörte ich einen Hund bellen. Das war noch nichts besonderes, aber dann hörte ich auch noch eine Frau um Hilfe rufen. So fand ich sie – sie war am Weg den Grashang hinunter gerutscht und hatte keinen Halt mehr, um aufzustehen und auch nicht die Kraft, herauf zu kriechen. Ich konnte ihr aufhelfen und helfen, wieder zum Weg hinauf zu steigen.

69. Sage gewisse Wörter in verschiedenen Sprachen
Begrüssen und verabschieden, ein Bier bestellen und ein Schimpfwort sind gefordert. Kann ich (vergl. Punkt 51).

70. Erfinde ein Wort, das es ins Wörterbuch schafft
Ich kann mich ja der Wahl des Jugendwortes des Jahres beteiligen. Dort werden meist Wörter genannt, die wohl extra für diesen Anlass erfunden wurden.

71. Mach den Sex spannend
Die Spannung von sechs auf sieben Volt erhöhen. (Ich weiss, das ist wieder einmal nicht die erwartete Antwort).

72. Mach genug Kohle, um dir alle Dinge in diesem Buch zu leisten
Mit dem Buch „101 Dinge, die man im Leben nicht machen sollte“.

73. Stell dich auf die Datumsgrenze
Auf den Fidschi-Inseln, empfiehlt das Buch.Wenn ich mal vorbei komme, mache ich es.

74. Lern fliegen
Als stark Kurzsichtiger wäre das wohl gar nicht möglich.

75. Leg dir ein Tattoo oder Piercing zu
Vielleicht sollte ich mir die AHV-Nummer als Strichcode auf den Hintern tätowieren lassen. So kann einmal der Heimpfleger, wenn er mir die Windeln wechselt, seinen Einsatz gleich mit dem Protokollscanner erfassen.

76. Erfinde irgendetwas
Habe ich ja: den Bier Cocktail.

77. Lerne den Nachthimmel lesen
Das ist ein wunder Punkt. Habe ich mich doch immer für Astronomie interessiert, kenne aber nur ein paar wenige Sternbilder. Da besteht Nachholbedarf.

78. Trink einen edlen Tropfen
Ich trinke zwar selten Wein, aber wenn, dann gerne einen guten. So war ich damals auch einverstanden, als wir am Schlussfest der sog. Schacholympiade in Luzern, an unserem Tisch einen teuren Wein bestellten. Mehrere Flaschen. Wie an solchen Festen üblich, war das Essen, aber nicht die Getränke, bezahlt. Am Ende kam dann die Durchsage des Organisationskommittees, die Getränke seien doch bezahlt. Die, die zu geizig mit sich waren, hatten das Nachsehen.

79. Beantworte eine Kontaktanzeige
Habe ich schon. Auch welche geschrieben. Das praktische ist, dass man beim ersten Treffen nicht erst übers Wetter reden muss, sondern gleich fragen kann: „Hast du schon häufig Kontaktanzeigen geschrieben?“

80. Verbring Weihnachten am Strand
Gute Idee! Auch wenn bei mir oben die Chance auf weisse Weihnachten höher ist, als in den meisten Teilen der Schweiz. Ein Weihnachtsbaum oder gar eine Weihnachtspalme am Sandstrand hat sicher auch ihren Reiz.

81. Handle dir Lokalverbot ein
Ich bin zwar durchaus bereit zu meckern, wenn ich nicht zufrieden bin, aber soweit muss es nicht gehen.

82. Bau ein Haus
Eine Hundehütte vielleicht? Nein, als Wohnungsbesitzer habe ich keine Ambitionen Bauherr zu werden.

83. Geh nackt baden um Mitternacht
Hier sieht man, dass der Autor ein Angelsachse ist und sich das Ganze wohl aufregender vorstellt, als es ist. Als Bieler mit Jugend in den siebziger und achtziger Jahren war ich natürlich ab und zu des Sommers am See. Und dieser ladet bekanntlich auch Mitternachts gerne zum Bade. Mit und ohne.

84. Verkauf dein gesamtes Gerümpel gewinnbringend über Ebay
Ich muss zugeben, es fällt mir leichter mein Gerümpel ins Auto zu laden und zur Entsorgungsstelle zu fahren. Das kostet zwar sogar etwas, läuft aber immer plangemäss.

85. Besteig die höchsten Gebäude der Welt
Von den im Buch vorgeschlagenen Gebäuden kann ich nur das Empire State Building abhaken. Sowie noch eines, welches aus bekannten Gründen nicht mehr genannt wird: Das World Trade Center.

86. Lauf einen Marathon
Nach dem ich bereits mit dem zehn Meilen Lauf, sprich dem Berner Grand Prix an meine Grenzen gekommen bin, belasse ich es in Zukunft mit 5km-Läufen.

87. Besiege deine Angst
Höhenangst, Prüfungsangst – mich davon fernzuhalten scheint mir das bessere zu sein.

88. Heirate ungewöhnlich
Ach ja, Heiratsangst habe ich auch noch.

89. Wirf deine Tütensuppen weg
Gemeint ist, richtig mit frischen Produkten zu kochen. Da rennt der Ratgeber bei mir offene Türen ein. Wann immer ich Zeit habe, koche ich richtig. Anschliessend fotografiere ich gerne das Resultat. Nicht nur zuhause, auch bei Freunden oder im Restaurant. Gerade auf Twitter sind solche Bilder beliebt und ich liefere auch gern welche.

90. Flieg durch die Stratosphäre
Das mag von der Sache her etwas aufregender sein als sonst ein Flug, aber ein Flug ist es trotzdem.

91. Stell eine Kult-Website ins Netz
Am besten gründe ich einen Kult. Dann ist es auf jeden Fall eine Kult-Site.

92. Leg dir ein echtes Kunstwerk zu
Gute Idee, sollte ich wirklich tun. Am ehesten ein Bild.

93. Mach eine Sauftour à la Monopoly
Mit dem Monopoly von London, d.h. in jeder Strasse, die in einem Monopolyfeld genannt wird, einen Pub besuchen. Bei der schweizer Ausgabe ergäbe das eine wilde Reise durchs ganze Land. Etwas Ähnliches wie Punkt 43.

94. Lass etwas nach dir benennen
Den Bier Cocktail.

95. Nimm Rache
Auch wenn es im Buch um harmlose Rächereien geht – mir kommt beim Stichwort Rache immer sofort das Essay von George Orwell in den Sinn über die Zeit unmittelbar nach Kriegsende: „Revenge is sour“. Die Hauptaussage ist, dass Rache nur „süss“ ist, solange man sich ausmalt, wie es ist, wenn man sie ausführen kann. Sie dann als nun Stärkerer wirklich ausführen ist nur noch sauer.

96. Sei Statist in einem Film
Wenn ich an einem schönen Tag durch die Stadt spaziere, bin ich wahrscheinlich bereits Statist in einem Dutzend Handy-Filmchen, die die Touristen gerade machen. „Mann aus dem Volk“ nennt man diese Rolle.

97. Zieh in einen Camper
Habe ich mir auch schon übelegt. Nicht gerade als Wohnsitz, aber als mobile Unterkunft, die man schon dabei hat, wenn man nicht mehr nach Hause kann.

98. Geh auf eine Demo
Wenn man im Fernsehen sieht, wie Menschen in Diktaturen unter Lebensgefahr demonstrieren, kommen einem die Demos bei uns irgendwie lächerlich vor. Das spricht nicht unbedingt gegen eine Demo in der Schweiz oder einem anderen demokratischen Land, aber dafür, sich mehr Gedanken über den Sinn und die Form des Unternehmens zu machen.

99. Geh zur Beichte
Als ungläubiger Protestant kann ich gar nicht sündigen. Klar wäre es reizvoll, im Beichtstuhl einen Priester mit erfunden Geschichten in Verlegenheit zu bringen. Wenn er sich denn in Verlegenheit bringen lässt, denn er hört vielleicht ganz oft solche Geschichten.

100. Werde Hundert
Mache ich.

101. Gib deine Gene weiter
Um vor den Nachwuchs mit den aufgefüllten Checklisten in diesem Buch zu prahlen. Schlechte Nachricht für meine Nichten: Sie werden es erben!

Das war’s!
Am Schluss des Buches heisst es, man solle die Liste weiterführen. Warum nicht?

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