Wegwerfen – welch ein Genuss

Diese Zeile habe ich aus einer alten Cabaretnummer von Ces Kaiser. An meinem letzten Ferientag konnte ich die Wahrheit dieses Satzes testen. Mein Balkon und mein Keller haben sich in den letzten Jahren längst zu Gerümpelkammern, um nicht zu sagen Müllhalden, entwickelt. Nun habe ich mein Auto mit einer Wäschehänge, einem Sessel, einer Stehlampe, Pfannen, diversen halben Möbeln etc gefüllt und bin damit zur Entsorgungsstelle gefahren. Zwanzig Franken hat der Spass gekostet und ich denke, ich habe diesen Betrag schon für weniger befriedigendes ausgegeben. Verbleibt, die freigeräumten Stellen noch zu putzen.

Belohnt habe ich mich für die Heldentat mit einem Ausflug nach Interlaken, wo ich mich ganz Touri-like mit Sonnenbrille und Dächlikappe auf einen Stadtspaziergang begab. Am schönsten ist klar der Aareweg zwischen Ostbahnhof und Unterseen.
Dort wurde ich auch Zeuge eines kleinen Zwischenfalls. Ein paar Jungs, die mit Töff und Velo von der Schule kamen, überholten mich und gleich danach ein Aufschrei. Einer war anscheinend gestürzt und sein Velo war in der Aare gelandet, wo es nun hinunter trieb. Der Besitzer sprang zwar gleich in Unterhosen ins Wasser, konnte aber nur noch ein Schutzblech retten. Das Velo war nach kurzer Zeit nicht mehr sichtbar. Er musste dann auf dem Töff seines Kollegen nach Hause fahren und – so nehme ich an – Hilfe holen.

Nach Interlaken ging es noch nach Thun an die OHA. Ich bin dieses Jahr noch ein keiner Messe gewesen. Ich finde es ganz unterhaltsam all die tollen Sachen anzuschauen, die ich nicht brauche. Und manchmal trifft man doch noch bekannte Gesichter. So Ex-Kollege S.B., der es vom Informatiker zum Inhaber einer Fabrik für Schafwollverarbeitung gebracht hat. Das nenn ich Karriere. Da ich sowieso ein neues Kissen brauche, habe ich mir die Modelle vorführen lassen. Teurer als bei Ikea. Aber wenn man bedenkt, dass man dies acht Stunden pro Tag unter dem Kopf hat, ist eine kleine Investition sicher berechtigt.

Die Ferien sind vorbei. Mit dem Freitagsstammtisch beginnt die Alltagsroutine. Mit einem besonders angenehmen Teil davon allerdings! Mit dieser Aussicht, und mit diesem Bier:

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