Plakatgebot

Aus dem Zusammenhang gerissene Zitate sind ja immer ein Thema. In der Politik, in der Wirtschaft, im Journalismus und auch im Netz. Auch des präsentieren von Bibelsprüchen fällt in diese Kategorie. So wie es die Agentur „C“ macht, die unsere Plakatwände in blau-gelb zukleistert. Und wenn man jeden Tag daran vorbei geht, macht man sich halt doch ein paar Gedanken dazu.

Liebe ist also Fremdbestimmung, habe ich mir ganz spontan gedacht. Erst dadurch, dass man die „Gebote Gottes“ befolgt, zeigt man, dass man liebt. Um das zu widerlegen – oder zumindest mein Missfallen auszudrücken – musste ich mich selber schlau machen. Ich zücke die Bibel (ja, ich habe eine…) und lese den 2. Johannesbrief nach. Und siehe da: Der Brief richtet sich (vermutlich) an eine christliche Gemeinde und sagt aus, dass sich die Gemeindemitglieder lieben sollen, indem sie den Geboten folgen.
Würden wir anstelle von Liebe, von Zusammengehörigkeit oder Respekt, anstelle von Geboten von Engagement oder auch Spielregeln sprechen, haben wir das, was jeden Klub und seine Mitglieder zusammenhält. Unabhängig ob es sich um einen Fussballclub, einen Kunstverein, eine politische Partei oder eine weltanschauliche Vereinigung handelt. Die meisten dieser Gruppierungen haben ihre Statuten selbst geschrieben und verabschiedet. Nur einige wenige glauben, diese seien irgendwann mal „von oben“ diktiert worden.
Soweit die Sonntagspredigt. Morgen gibt’s einen Glückskeks.

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