Satin, sans pépins!

Als ich noch in Biel lebte, war die Braderie ein Muss-Termin. Am Samstag bis tief in die Nacht hinein und am Sonntag der Umzug. Eine zeitlang war Schachkollege M. Biel-Korrespondent einer welschen Zeitung und hatte das Büro direkt über dem Restaurant Falken. Der ideale Aussichtspunkt, um den Umzug zu schauen. So trafen sich denn ein halbes Dutzend Schachrowdies am Sonntag bei M. im Büro, schauten sich den Umzug an und leerten seine Bürobar. Es war eine ruhige und leicht verregnete Braderie. Darum wählte M. für seinen Bericht die Überschrift „Beaucoups de parapluies mais pas de pépins“. „Avoir des pépins“ bedeute Schwierigkeiten haben, erklärte er uns, aber es sei auch ein Argot-Wort für Regenschirm. Er liebte Wortspiele. 

BildDie hauptsächliche Bedeutung von pépin ist aber Frucht- oder Obstkern. Diese bereiten mir tatsächlich Schwierigkeiten, denn sie bleiben mit Vorliebe zwischen den Zähnen stecken. Das mir, der so gerne Beerenconfiture hat. So kaufe ich in letzter Zeit häufiger Confiture der Satin-Linie. Teurer zwar, aber dafür brauche ich nicht schon nach dem Frühstück eine Zahnseidenbehandlung. 
Sans pépins also im doppelten Sinne.

An die Braderie gehe ich jetzt nur noch selten und wenn, dann nur noch am Samstag Nachmittag. Statt Umzug gibt es seit einiger Zeit Konzerte und dieses Jahr wären die ganz interessant.

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