Die Wahl eines Vogtes

Eigentlich eines Regierungsstatthalters. Aber ich brauche absichtlich den Begriff Vogt, weil das ein beliebtes Schimpfwort der SVP ist und gerade diese Partei die meisten Statthalter stellt. Darum waren sie, die sonst gegen viel Staat sind, nicht so glücklich über die Zusammenlegung der 23 Amtsbezirke zu 10 Verwaltungskreisen.
Wahlen gibt es meist nur bei Vakanzen, denn nur selten wird ein amtierender Statthalter herausgefordert. Dies geschieht dieses Jahr in Bern und Thun und im Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental in dem ich wohne. Der Herr Rubin (SVP) sitzt bereits seit 1997 auf seinem Stuhl, anfänglich nur für Frutigen zuständig, jetzt für die neue Verwaltungsregion. Im Wahlcouvert war lediglich eine Porträtkarte von Rubin und ein Wahlzettel.  So war mir nicht klar, warum man den Statthalter überhaupt wählen sollte. Erst die Simmentalzeitung, die diese Woche eine Grossauflage verschickte, half mit weiter. Eine Frau aus Zweisimmen hat ihre Kandidatur angemeldet. Sie hat aber kein Werbematerial produziert und gibt auch keine Interviews, weshalb sie die Simmentalzeitung auch als Phantomkandidatin bezeichnet.
Ich habe nur die Zettel der eidgenössischen Abstimmung abgegeben. Das Couvert lag schon im Briefkasten der Gemeinde, als ich von der Gegenkandidatin erfuhr. Aber wahrscheinlich wäre das auf das Gleiche herausgekommen.

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