Wer sucht der findet (ein Problem)

Vor einiger Zeit habe ich das abgebildete Buch gelesen und es hat mich gut unterhalten.
Bild Nun ist in den letzten Tagen ein kleiner Shitstorm um dieses Buch losgegangen. Ein Literaturprofessor an der Uni Bern hat behauptet, das Buch enthalte Antisemitismus und das bei einem jüdischen Autor. Er behauptet allerdings nicht, Th. Meyer sei Antisemit, aber die Verwendung von Clichés sei antisemitisch. Der Professor Lorenz will zwar nicht gegen die Verwendung von Clichés sein, verlangt aber, dass diese entlarvt würden. Eine Forderung, die mich ein bisschen an meine Gymerzeit erinnert, als Bücher, Filme etc. immer sozialkritisch sein mussten. Meyer wehrt sich gegen die Vorwürfe: Kein Jude, auch kein orthodoxer, habe ihm bisher Antisemitismus vorgeworfen. Lorenzens Lesart hält er darum für etwas paranoid. Tatsächlich ist Lorenz auf Antisemitismus in der Literatur spezialisiert. Man könnte ihn darum mit einem Exorzisten vergleichen, der immer und überall den Teufel am Werke sieht.
Das ist auch ein Grund, warum mich diese Geschichte an eine Diskussion erinnerte, die ich vor vier Jahren mit dem Langenthaler Politiker Reto Müller hatte. Dort ging es um Rassismus, den er hinter der Bezeichnung „Bimbo“ für ein Produkt der Kantonalbank witterte. Ich behauptete, den Rassismus finde nur darin, wer in finden wolle. Natürlich war Reto anderer Meinung.

Damals behauptete ich: Der Teufel ist immer am Werk.
Diesmal heisst es schlicht auf Newsnet: Vorwurf Antisemitismus.
Die Protagonisten sind Thomas Meyer (Blog) und Matthias Lorenz (Uni Bern).

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