Erbsen zählen

Da ist, Sommerloch sei Dank, der Vorschlag der deutschen Grünen, in öffentlichen Kantinen einen Vegi-Tag ein zuführen, durch die Medien geschleppt worden. Auch einige Schweizer Twitterer haben sich in die eine oder andere Richtung geäussert. Wir lassen uns nichts vorschreiben, sagen die einen – ein einziger Tag ist doch kein Problem, sagen die anderen. Ich sehe das eher kritisch. Nicht weil ich ein Problem mit einem Vegi-Tag hätte; meine Überlegungen gehen in eine andere Richtung.
Heute ist es meines Wissens längst so, dass Kantinen, pardon, Personalrestaurants, täglich einen Vegi-Teller anbieten, nebst Salatbuffet. Die meisten Leute (wie auch ich früher) wählen, wonach sie Lust haben, ohne zu überlegen, vegi oder nicht. Würde nun der Vegi-Tag ein geführt, wäre die tägliche Menu-Wahl plötzlich auf diesen ausgerichtet.  „Morgen gibt’s  (gestern gab’s) kein Fleisch, also heute!“, wäre die Devise. Sobald subjektiv ein Mangel empfunden wird, kann man den auch objektiv widerlegen, strebt man nach Ausgleich. Das könnte sogar dazu führen, dass das Ziel, den Fleischkonsum zu reduzieren, ins Gegenteil verdreht wird, weil die Leute überkompensieren.

Bild

Ich esse häufig vegetarisch. Es ergibt sich einfach, so wie auf dem Bild: Meine Lieblingskonserve, die Mischung mit Schwarzwurzeln. Die nehme ich morgen mit um sie am Mittag aufzuwärmen, denn wir haben keine Kantine. Diesmal kommt noch ein Dorschfilet mit, aber es könnte genau so gut ein gebratener Käse oder ein Kartoffeltätschli sein. 

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