Der Bauch des Physikers

IMG_3264Das Buch, das ich zur Zeit lese, ist nicht, wie man vielleicht wegen des Titelbildes vermuten könnte, ein Buch über Aktphotographie, sondern ein Physikbuch.
Aber die Wahl des Bildes ist natürlich kein Zufall, denn es geht um die Physik des Zu- und Abnehmens. Der Physiker sieht die Sache so einfach wie klar: Solange Input = Output ist, bleibt alles gleich. Sobald mehr reinkommt, als verbraucht wird, werden Speicher aufgebaut und im gegenteiligen Fall wieder abgebaut. Was man isst, spielt beim zu- und abnehmen keiner Rolle.
Der Autor stellt einiges an Rechnungen an und eine davon hat mich bereits gepackt: Zwei Stück Würfelzucker täglich ergeben in einem Jahr im Schnitt 1 kg Fett! Jetzt bin ich definitiv reif, den Kaffee im Büro auch ohne Zucker zu nehmen. Dabei zuckere ich meinen Kaffee seit Jahrzehnten auswärts. Aber da kommt die Erkenntnis dazu, dass der Grundumsatz, also die Energie, die man rein durchs Leben verbraucht, mit dem Alter abnimmt. Das bedeutet, dass man, wenn man sich ein Leben lang exakt gleich ernährt, einfach so 200 bis 300g pro Jahr zunimmt.
Die Devise heisst somit – eigentlich weiss man es ja – weniger essen und mehr bewegen. Irgendein anderes Zaubermittel gibt es nicht. Das ist Physik. Es ist wohl doch kein Zufall, dass meine Gymerkollegen, die Physiker geworden sind, immer noch so schlank sind, wie damals.

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