Die Sache mit Buddha

Zu den Büchern von Andreas Altmann habe ich mich schon öfters positiv geäussert.

IMG_3384Das bleibt auch bei diesem Buch so. Diesmal geht es um eine Meditations-Retraite in Indien. Eine von etlichen, die er schon besucht hat, aber die, die ihn am meisten überzeugt hat.
Es ist etwas paradox, dass er über eine Woche, bei der es darum geht, an nichts zu denken, ein Buch schreiben konnte. Aber das zeigt gerade, wie schwierig das ist. So erzählt er, was ihm so alles durch den Kopf ging, zwischen den Momenten, in denen er tatsächlich frei von Gedanken war. Die Meditation präsentiert sich so, wie ein permanenter Tagtraum, in dem das Leben aufgeräumt wird. Meditation bis zur Auflösung des Egos, wäre das Ziel. Aber dem verweigert sich Altmann, trotz des Vorsatzes, sich auf alles einzulassen. Dazu ist er eben zu fest Europäer und Individualist (und das wäre ich auch).
Das Buch beginnt und endet mit der Erklärung des Titels. Es geht nicht um einen Mordaufruf – der ja auch unsinnig wäre, ist Buddha doch schon seit zweieinhalbtausend Jahren tot. Es ist ein Aufruf, sich von jeder Art von Lehrer oder Guru zu emanzipieren, gleich wer. Heisse er nun Buddha oder Christoph, sei er lebendig oder längst tot.

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