Télévision française

Seit ich kein französisches Fernsehen mehr schaue, resp. wegen der vielen deutschsprachigen Angebote nicht mehr dazu motiviert bin, ist Arte meine fast einzige Verbindung zum französischen Fernseh- und Filmschaffen.
Aber zugegeben, mein Interesse ist vor allem nostalgischer Art. So auch vor zwei Wochen, als am Samstag Abend eine Doku mit dem Titel „Il est minuit, Paris s’éveille“ lief. Es ging um die Chanson-Szene der späten fünfziger Jahre. Um den Wettstreit der Lokale am linken und am rechten Seineufer und die Entwicklung der bekannten Sänger wie Jean Ferrat, Charles Aznavour, Juliette Gréco oder Serge Gainsbourg. Gerade letzterer war interessant, weil er den Niedergang der Szene in den sechziger Jahren überstanden und die moderne französische Popmusik mitgestaltet hat.
Der Titel der Sendung ist natürlich eine Anspielung auf dieses Lied von Jacques Dutronc

Gleich weiter nostalgisch ging es in der Folgewoche mit dem Film „Les choses de la vie“ mit Romy Schneider und Michel Piccoli. Den habe ich zwar nicht geschaut, aber ich habe mich an die Gym-Zeit erinnert. Unsere Französischlehrerin hat die ganze Klasse eingeladen, den Film im Fernsehen zu schauen. Im ersten französischen Programm, das damals nur mit Mehrnormengeräten empfangbar war. Der Sender hiess damals schon tf1, war aber noch nicht privatisiert. Die Handlung des Film habe ich vergessen, aber an die Ansagerin kann ich mich noch gut erinnern. Ich erklärte einem Kollegen, sie erinnere mich an ein nasses Eichhörnchen, was ihm ein sehr absonderlicher Vergleich schien.

Besagte Ansagerin heisst Denise Fabre. Aber eigentlich ging es ja um den Film Die Dinge des Lebens.

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Eine Antwort zu Télévision française

  1. Hausfrau Hanna schreibt:

    Ich habe am letzten Samstag von der gähnend langweiligen Musiksendung auf SF auf arte gewechselt,
    lieber Tinu,
    und war vom Dokufilm fasziniert. Begeistert. Hin und weg.
    Das war noch Musik! Das waren noch Persönlichkeiten.
    Leider damals…

    Herzlich Hausfrau Hanna

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