Phoenix wohin?

Der Phoenix ist ein mystischer Vogel, der verbrannte und aus seiner Asche wiederauferstand. Tom aus Oesterreich ist zwar nicht gerade verbrannt, aber er ist durch die Feuer einiger Castingshows gegangen um schliesslich als Conchita aufzuerstehen und im diesjährigen ESC als Siegerin zum Höhenflug anzusetzen. Wie dieser Flug wird, werden wir noch sehen.
Es ist ein Sieg von Toleranz und Freiheit, sagt er, pardon, sie und viele haben in diese Worte eingestimmt. Manche von Herzen, andere wohl eher aus Opportunismus. Diesen Sieg hätte man ja schon 2007 beim Lesben-Song von Marija Šerifović oder, mit Einschränkung, auch 1998 mit Dana International feiern können. Aber an Serbien hing immer noch bisschen die Kriegsschuld und positives über Israel zu sagen ist in vielen Kreisen nicht opportun.
Dieses Jahr war die Konstellation aber speziell. Im Osten gibt es nämlich einen Macho-Zaren dem man unbedingt eines auswischen musste. Und wie kann man das besser, als in dem man einen als Frau verkleideten Homosexuellen auf den Olymp hebt. Der ESC war schon immer nur in den Träumen der Eurovisions-Manager unpolitisch. Die Politik spielte immer mit und dieses Jahr besonders. Die Russinnen wurden ausgebuht, die Ukrainerin heftig beklatscht und der Phoenix frenetisch gefeiert.
Aber bei alledem sei nicht vergessen: Conchita Wurst war gut. Die Präsenz, die Stimme, das Lied – alles perfekt und im besten Sinne konservativ. Einfach da stehen und singen, ohne Ballet, ohne Akrobaten, ohne verrückte Requisiten (abgesehen von der Lightshow der Bühnentechnik). Ein Konzept das dieses Jahr gut honoriert wurde, denn auch die Plätze zwei bis vier mit den Niederländern (deren Lied mir am besten gefällt), der Schwedin und dem Armenier wurden so errungen.
Mein Fazit ist darum positiv. Nicht zuletzt auch wegen dem dreizehnten Platz des Schweizers. Wie es mit Conchita, Oesterreich, Freiheit und Toleranz weitergeht, werden wir sehen.

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