Rom (1/3)

Zum vierten Mal habe ich den Reiseveranstalter Studiosus gewählt um, wie es der Name nahelegt, Ferien in Form einer Studienreise zu machen. Sechs Tage mit An- und Abreise – je zwei werde ich pro Artikel in dieser Serie beschreiben. Ich beschreibe meine Erlebnisse und Eindrücke. All die Baudenkmäler sind in Wikipedia und anderen spezialisierten Portalen viel besser beschrieben. Also:

Samstag, 13. September: Die Anreise

Die erste Frage, die sich mir stellte, war: Zug oder Flug? Ich entschloss mich schnell zum ersteren. Mit 6 1/2 Stunden ab Spiez schneidet der Zug nicht viel schlechter ab, wenn man berücksichtigt, dass man meist ein Stunde früher auf den Flugplatz sein muss und nach der Landung auf das Gepäck warten  und nach dem Transfer suchen muss. Ausserdem ist das Hotel wenige 100 m vom Bahnhof Termini entfernt. Nur einmal umsteigen musste ich und ab Mailand konnte ich den italienischen Prestigezug „Frecciarossa“ besteigen. Ich hatte richtig gewählt.
Im Hotel lernte ich dann Reiseführerin und die Mitreisenden kennen. Erstmals bei einer Studiosus-Reise war nebst mir noch jemand aus der Schweiz dabei. Eine Frau – allerdings mit deutschem Freund. Sonst waren für einmal viele Alleinreisende dabei.
Wir machten schon mal einen Spaziergang zum Platz der Republik und zum Quirinalspalast und konnten nebenbei noch eine Carabinieri-Hochzeit bewundern. Bei diesem Spaziergang testeten wir auch gleich das Funksystem, d.h. die Leiterin hatte einen Sender und ein Mikrofon und alle Teilnehmer einen Empfänger und einen Ohrhörer. Das ist sehr praktisch, weil man sich nicht ständig um die Leiterin drängen musste.
Anschliessend machte ich mich noch selbst auf die Piste und landete schliesslich beim Nationalmonument Vittorio Emanuele, welches, wie ich schnell erfuhr, nicht besonders beliebt ist.

Sonntag, 14. September: Rund um das Pantheon

Am Morgen ging es gleich wieder in Richtung des berüchtigten Denkmals. D.h. es ging zum Trajan Forum, einer ehemaligen Gladiatorenübungsstätte, die heute auch für ihre vielen Katzen bekannt ist. Allerdings sah ich keine. Es ging dann weiter durch enge Gassen bis zum Marktplatz Campo dei Fiori, wo wir uns eine Espresso genehmigten. An der Bar, hiess es im Programm, aber die meisten sassen doch lieber an einen Tisch.

Weiter auf der Piazza Navona wurden wir gerade Zeuge, wie ein Kardinal bei einer Kirche vorfuhr um diese zu weihen (oder weihte die Kirche ihn? Da kenne ich mich überhaupt nicht aus).
Der Trevibrunnen zeigt sich zur Zeit ganz trocken, denn er wird renoviert. So stellte sich die Frage, ob man ein Geldstück reinwerfen sollte, nicht. Werde ich nie wieder nach Rom kommen? Aber wir sind ja nicht abergläubisch.

IMG_3668Höhepunkt des Tages war natürlich der Pantheon. Der einzige Tempel, der die Christianisierung überlebt hat, weil er mitkonvertiert, also in eine Kirche umgewandelt, wurde. Die Kuppel, die Modell für alle folgenden Kuppeln wurde, mit dem Loch, durch das die Sonne am Mittag genau zum Eingang scheint.
Wie man links im Bild sieht, kann man dank dem Knopf im, resp. am Ohr schnell ein Selfie machen, während man der Erörterungen der Leiterin zuhört.

Die gemeinsame Wanderung endete an der spanischen Treppe, die im wörtlichsten Sinne von Touristen besetzt ist. Wir erfuhren noch, dass die spanische Treppe eigentlich eine französische Treppe ist, weil Frankreich sie bezahlt hat. Weil sie aber auf den spanischen Platz mündet, erhielt sich den entsprechenden Namen. Von der Treppe aus sieht man in die Via Condotti, wo alle teuren Geschäfte sind.

DSCN0729Ich durchschritt die Strasse eher unbeeindruckt. An ihrem Ende kommt man an den Tiber und ich wollte noch schnell den Fluss sehen. Zurück im Bahnhofquartier wählte ich einen irischen Pub zum Abendessen. Ausgerechnet dort erhielt ich erstmals ein naturtrübes italienisches Bier.

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