Der Stein der Läuterung

Gestern war es wieder mal soweit. Ich habe gebraut. Da ich ein neues Rezept ausprobiert habe, wollte ich nur die halbe Menge, also 10 Liter brauen. Halbe Menge, halbe Arbeit? – Nicht ganz: Die Kochzeiten sind natürlich dieselben, anderes hingegen geht schneller, so dass es ca. 8 statt 10 Stunden dauert, bis der Sud im Gärfass ist.
Eine Kleinigkeit war sogar schwieriger. Man schaue dazu in den Läuterkessel:

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Hier wird die Maische (die aufgekochte Malz-Schrot-Suppe) eingefüllt. Unten drin befindet sich ein Löchersieb, so dass der Trester zurückgehalten wird und nur die Flüssigkeit (die Würze) durch den Schlauch geht. Offenbar waren die nur 2 kg Trester, die ich eingefüllt hatte zuwenig schwer und der Filter hob sich an, so dass Trester unter das Sieb und den den Schlauch geriet. Der war dann verstopft und ich musste die ganze Ware wieder in die Pfanne zurückschütten.
Ich musste das Sieb beschweren, aber wie? Da erinnerte ich mich an das ca. 2 kg schwere Stück Eisenerz aus Kiruna, das seit dreissig Jahren meine Kommode ziert. Das Ding, natürlich in einen Plastiksack gewickelt, legte ich auf das wieder gewaschene Sieb und diesmal funktionierte die Sache. Mein Bier ist aber nicht mit Eisenerz gewürzt, sondern mit dem:

IMG_3837Ein dunkles Stout, wird es und mit Orange, Koriander, Kardamom und Schokolade ein echtes Winterbier. Wie immer aber erst sechs Wochen Geduld.

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2 Gedanken zu „Der Stein der Läuterung

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