Paris (III)

Schluss mit Museen – jetzt sind wir „Sous le ciel de Paris“.
In der Bise allerdings auch…

Sonntag 19.4.2015

Montmartre, das legendäre Künstlerquartier, war Ziel des Sonntagvormittags. Auf der Place d’Abesses, resp. einem kleinen Park nebenan, erklärte uns die Reiseführerin die Entwicklung dieses Dorfes zum Stadtteil von Paris. Es war der dörfliche Charakter, aber auch die tiefen Mieten, die einst die Künstler in diesen Stadtteil lockte. Montmartre ist auch heute noch ein beliebter Wohnort.
Die Hauptattraktion ist natürlich die Kirche Sacré-Coeur. Heiliges Herz oder Herz Jesu ist eine Richtung der mystischen Verehrung im Christentum. Der richtige Ort also, um auf den Laizismus in Frankreich einzugehen. Staat und Kirche sind streng getrennt, was auch dazu führt, dass es keine Kirchensteuern gibt oder keine Blasphemiegesetze.
Vielerorts in Paris trifft man auf Darstellungen des Heiligen Denis, der auf Montmartre geköpft wurde und gemäss Legende mit dem Kopf in der Hand 3 km zu seinem bevorzugten Begrägnisort gegangen ist. Dort steht jetzt die Kirche St. Denis, wo fast alle französischen Könige begraben sind. Beim weiteren Spaziergang passierten wir auch den Brunnen, wo der geköpfte Denis sich gewaschen haben soll. Hier, sehen wir in am Portal der Notre Dame:

IMG_4114
Ziel war aber nicht der Brunnen, sondern der Petanque-Club von Montmartre. Dort erhielten wir eine Lektion in diesem Spiel, in dem wir gleich unter Anleitung spielten. Der Instruktor war natürlich parteiisch und half den Frauen. Aber zugegeben, die eine warf wirklich sehr zielsicher. Beim Apéro waren dann wieder alle gleichberechtigt.

Den freien, d.h. nicht geführten Nachmittag nutzte ich, um einer Empfehlung von Tom alias DJ Brutalo nachzugehen – dem Parc des Buttes Chaumont. Der ehemalige Steinbruch wurde vor 150 Jahren in einen Park umgebaut, der eine künstliche, pittoreske Natur darstellte. Der Park war an diesem sonnigen Sonntagnachmittag gut besucht.

DSCN0772

Auf dem Felsen rechts steht noch ein Pavillon, der aber wegen beschädigtem Weg nicht zugänglich war.
Ich mir hatte vorgenommen, in Paris einmal Tram zu fahren und tatsächlich musste ich nur einige hundert Meter marschieren bis zu nächsten Tramstation. Leider waren die Trams bumsvoll und das änderte sich auch nicht, als ich einige Stationen der Trasse entlang ging. Als Entschädigung erreichte ich kurz vor der Endstation den Parc de la Villette. Dort findet man gleich zwei Philharmonien, weitere Säle, Erlebnisparks, Liegewiesen, einen Kanal etc. Auch einen Buchladen und dort wagte ich mich hinein. Ich überflog die Präsentiertische und blieb bei einem Buch hängen. Es hatte den Untertitel: „Décryptage de la Violence satirique „. Richtig, es ging um Charlie Hebdo. Ich musste es kaufen.

Am Abend traff sich die Gruppe wieder zu einer Seine-Fahrt. Ein Stunde vom Pont Neuf zum Eiffelturm und zurück und um die Seine-Inseln herum. So sahen wir die Sehenswürdigkeiten noch einmal in Nachtbeleuchtung.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s