Paris(IV)

Es geht schon wieder dem Ende zu:

Montag 20.4.2015

Der Montag begann wieder auf der Ile de la Cite, aber diesmal widmeten wir uns der Hauptdarstellerin, der Kathedrale Notre Dame.

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Sie ist eine der ersten gotischen Kirchen, bei Baubeginn, wie bei Fertigstellung, denn man hatte von Anfang an geplant, auf Turmspitzen zu verzichten. Die Skulpturen an der Kirche handeln immer wieder von Sündenfall und vom jüngsten Gericht und dazwischen immer Marie und Jesus. Der Name und der Bildschmuck verraten den Begin der Marienverehrung: Das Bild der Frau wird aufgespalten in Sünderin (Eva) und Heilige (Maria). Die Einführung des Zölibats für Priester gehört in diese Zeit.
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Auf der Insel spielte im 12. Jahrhundert auch die Liebesgeschichte von Héloïse und Abélard: Pierre Abélard war Lehrer und verliebte sich in Héloïse, die Nichte seines Vermieters. Sie wurde schwanger, sie heirateten auch, aber weil Abélard sie ins Kloster schickte, wurde der Onkel wütend und liess ihn kastrieren. Héloïse blieb im Kloster und Abélard zog weiter und veröffentlichte später unter vielem anderen einen Roman über seine Beziehung in Form einer Briefesammlung. Wieviele dieser Briefe echt waren, wieviele dazuerfunden, weiss man nicht – die romantische Liebesgeschichte ist aber vielen Franzosen ein Begriff.

Das Marais – wir haben das Quartier gewechselt – besteht aus vielen kleinen Gassen, nur eine grosse Strasse durchquert es. Es ist das jüdische Viertel, was man an etlischen Läden mit nahöstlichen und koscheren Speisen sieht. Hier wurde einst der Film „Abenteuer des Rabbi Jacob“ mit Louis de Funès gedreht. Die Atmosphäre für die Juden in Paris (und Frankreich) hat sich in letzter Zeit geändert. Vor jeder Synagoge stehe Soldaten und viele französische Juden, die sich in Israel eine „Ferienwohnung“ gekauft haben, ziehen jetzt wirklich dorthin.

Den letzten Freigang nutzte ich zu einem Besuch des Prominentenfriedhofs Père Lachaise. Eines der bekanntesten Gräber dort ist jenes von Jim Morrison. Als ich es fand, standen etwas ein halbes Dutzend Leute davor. Alles Junge, nach seinem Tod geborene. Fotografiert habe ich aber nicht dieses Grab, sondern die zentrale Skulptur.
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Am Abend gab es, wie immer wenn man mit Studiosus reist, ein Abschiedsessen. Diesmal typisch französisch mit Chèvre chaud, Entenbrust und Schokoladeküchlein. Da ich vis-à-vis der Reiseleiterin sass, landete das Couvert mit dem Trinkgeld für sie bei mir und ich war somit gewählt, auch ein paar Worte zu sagen. Offenbar fand ich die richtigen, denn die Gruppe reagierte positiv. Mit einem Ehepaar aus Frankfurt, welches auch noch nicht ins Hotel wollte, ging ich noch zu einem Schlummertrunk in ein Bistro.

Dienstag 21.4.2015

Heimfahrt im Doppelstock-TGV – das ist alles. Ach so, diese Sehenswürdigkeit habe ich ja noch gar nicht gezeigt. (Viele andere auch nicht)

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PS: Ich habe im ganzen Bericht auf Hyperlinks verzichtet, da der Text sonst zu einem Linkfriedhof mutiert wäre. Zu allem beschriebenen gibt es natürlich Wikipediaeinträge und Homepages etc.
In ein paar Tagen werde ich auch das Flickr-Album und den zusammengefassten Bericht auf dem Reiseblog erstellt haben. Ihr werdet es hier erfahren.

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