Die Tragödie

Eigentlich hätte die mündliche Prüfung bei Deutsch in der Matur gut laufen können. Den Besuch der alten Dame von Dürrenmatt hatte ich sogar gelesen.
Als die Befragung durch den Experten so vor sich hin plätscherte, rutschte mir dann doch noch etwas aus dem Literaturlexikon heraus. Das Stück sei ähnlich aufgebaut, wie eine griechische Tragödie, gab ich von mir. Natürlich fragte der Experte nach und ich stand, pardon, sass blöd da.
Später habe ich mich noch mal schlau gemacht: Griechische Tragödien sind meistens so aufgebaut, dass die Hauptfiguren ihr Verderben nicht verhindern können, gleich was sie tun. So kann auch bei der alten Dame der Herr Ill nicht verhindern, dass er umgebracht wird. Er wünscht es am Schluss sogar.

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Zur Zeit läuft bekanntlich auch ein griechische Tragödie. Sie trägt aber keinen altgriechischen, sondern einen modernen, englischen Namen: Grexit. Gut, Grexit wäre eigentlich nur eine der möglichen Katastrophen, in die das Theater münden wird. In einer Hinsicht bin ich bereits dafür gewappnet, sollte Griechenland den Euro aufgeben müssen. Ich habe die ganze Münzenserie bereits, weil ich bereits im Jahr der Euro-Einführung, also 2002, in Griechenland in den Ferien war.
Hier noch Wikipedia zum Besuch der alten Dame, der griechischen Tragödie und den griechischen Euromünzen.

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4 Gedanken zu „Die Tragödie

  1. frau frogg

    Oh, Du bist auch ein Euro-Münzen-Sammler! Ich habs zwar nie durchgezogen, wir haben das Geld dann jeweils doch lieber ausgegeben. Aber ich habe sie mir immer genau angeschaut, wenn ich auf Reisen war. In Venedig bekommt man zum Beispiel sehr viel österreichische Euros, und überall bekommt man (naja, wenig überraschend) viele deutsche. Meine Lieblingsmünzen waren die irischen. Mit der Harfe kommt doch die Kunst zum Geld! Und die italienischen mag ich auch – besonders Dante und Mark Aurel.

    Die Griechen haben auch schöne Münzen – ein Jammer, wenn die verschwinden würden. Aber der Wert würde für Münzsammler enorm steigen! Wäre vielleicht eine Einnahmequelle für die Griechen, ein paar Jahre nach dem Grexit – nein, sorry, wir wollen nicht zynisch sein…

    Antwort
    1. tinuwin Autor

      Ich denke, Griechenland ist immer noch zu gross, als dass die Münzen Sammlerstücke werden könnten. Es sind eher die Kleinstaaten wie Vatikan, Monaco oder Andorra. Erstere sind meines Wissens überhaupt nicht frei erhältlich. Irland fehlt mir noch in der Sammlung, eine Irlandreise wäre sowieso mal wieder fällig.

      Antwort

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