Obergäriges in Oberglatt

Ich ergötze mich immer noch an der Tatsache, dass die Unterländer Biertage in Oberglatt stattfinden, obwohl ich letzten Sonntag schon zum dritten Mal dort war. Aber unabhängig wie es heisst, Hauptsache es gibt gutes Bier dort, so dass sich die dreistündige Anreise lohnt.
Ein weiteres Paradoxon ist, dass wir als erstes bei dem Brauer landen, für den wir nicht so weit reisen müssten – bei Ueli Bösiger aus Burgdorf. Aber er hat immer den Stand beim Eingang. So stimmen wir uns jeweils bei ihm ein und lassen uns von Ursula und Ueli die neuesten Gerüchte aus der Brauerszene berichten.
Dann geht’s aber los. Zum Glück haben mittlerweile fast alle Brauer Probiersets mit 1dl-Bechern, so dass wir bei der Brauerin von Monsterbräu und den Brauern von Schlachthuus-Bräu und Brüllbier von Hell über Weizen, Amber, Stout bis IPA durchprobieren konnten. Bei letzterem gab es auch noch ein im Whisky-Fass gereiftes Whisky-Bier. Als nächstes besuchten wir den nach meiner Meinung schönsten Stand:

DSCN0827Wobei der rustikale Holzverschlag mit Hopfenranken täuscht. Die Ein-Mann-Brauerei heisst „Ahoi“ und hat ein Schiffssteuerrad als Logo. Er hatte kein Probierset und so wählten wir das  zweite, das vierte und das sechste Bier (von links). Erstaunlich, was ein Bierliebhaber und begabter Bastler (er hat die Brauerei grösstenteils selbst gebaut) hinbringt.
Weiter ging es zu St. Laurentius Bräu (der Laurentiusrost ziert das Wappen von Bülach), Nubiabrew (der Brauer stammt aus Äthiopien) und „biervonvier„. Bei letzterem handelt es sich, wie der Name sagt, um vier Brauer, die sich eine Brauanlage teilen und jeder sein Bier nach eigenen Rezepten anbietet.
Einer der Brauer hat auch gebacken:

IMG_4510Bei den vieren erinnerten wir uns daran, dass wir um vier wieder gehen mussten und nur noch eine Stunde Zeit hatten. Also noch ein Abstecher bei Culina, bei dem ich sogar noch eine Flasche Orangen-Ale kaufte und dann zum zweiten Berner in der Runde: Dani-Bier. Leider hatte er nur zwei eher uninteressante Helle im Ausschank. Darum ging es nach ein bisschen Smalltalk weiter zu Lägere-Bräu, deren Biere wir schon kannten, ausser dem Espresso-Stout, das wir noch probieren mussten. Noch einmal ein 5-er-Probierset gab es schliesslich bei Hugo Gutknecht, dem Organisator der Veranstaltung.
Das letzte Glas (natürlich im Stehen) gönnten wir uns wiederum bei Bösigers und dann hiess es: Zug nicht verpassen!
Fazit: Bei den Unterländer Biertagen herrscht die familiärere Atmosphäre als in Rapperswil oder gar in Solothurn. Gerade als Hobbybrauer ist es angenehm, wie man Erfahrungen austauschen kann und die Aussteller lassen die interessierten Besucher gerne an ihren Erfahrungen teilhaben. Wir freuen uns bereits auf November 2016…

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