In den Osten (IV)

Der Dienstag war ganz Breslau gewidmet, oder, um es einmal zu sagen, Wrocław. Das durchgestrichen L spricht sich wie ein U aus. Ein Buchstabe, den wir im Berndeutschen auch brauchen könnten.803fdc6c63a1bd4In der Oder hat es etliche kleine Inseln, darunter die Sandinsel und die Dominsel. Diese waren unser erstes Ziel. Aus dem Dom habe ich bereits ein Bild gepostet, wo eine Skulptur den wahren Glauben beschwört (und den unwahren – die Reformation – verdammt).
Auf der, der Dominsel vorgelagerten Sandinsel befindet sich natürlich auch eine Kirche, die folgerichtig „Heilige Maria auf dem Sand“ heisst. Dort interessierte uns aber weniger das gotische Gewölbe, als ein Raum mit einem lebendigen Bild.56b1c46e16b86dMehr als 80 Figuren stellen Szenen aus dem einstigen Leben in Polen dar. Das spekulärste ist aber das Fenster, aus dem kein geringerer als Johannes Paul II die Zuschauer segnet.
Der weitere Teil der Stadtwanderung war dann etwas weltlicher mit einem Abstecher in die Markthalle und die Universität. In dieser schauten wir uns die restaurierte ( im Krieg zerstörte) Aula an.
Letzte Station, passend zur Uni, war der Kartzer. Das ist das Gefängnis für Studenten, die sich schlecht benommen haben. Heute ist es ein hipper Studentenklub und vor dem Kartzer findet man dies:8df6b4031c7371Die Gassen Breslaus sind voll von diesen Zwergen. Ihre Ausstattung hat häufig Bezug zu dem Gebäude, vor dem sie stehen. Oder sitzen, wie hier.
Wer 360 Stufen bewältigen könne, werde mit einer tollen Aussicht belohnt, sagte der Reiseleiter. Nur ein Paar und ich suchten diese Belohnung und bestiegen der höchsten Kirchturm der Stadt. Von dort sah man u.a. auch den Rynek.c26cccb17b09ddd(1)Der Ring um das Rathaus ist auf allen Seiten so breit, wir es hier im vorderen Teil ersichtlich ist. Wie schon gesagt, ein echter Stadtmittelpunkt.
In einem der Häuser im Vordergrund befindet sich ein Lemberger Restaurant. Dort ging es Abendessen.8875204a4cea937

Die osteuropäische Küche ist fleischlastig. Schweinefleisch-lastig. Gut, ein paar Pouletspiesschen hatte es auch. Aber unter dem Braten auch noch Speck und Rippchen. Dies ist eine Portion für vier Personen … es blieb keiner hungrig.

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