Erinnerungsvermögen

Erinnerungen kann einem keiner nehmen, sagt man. Leider vergehen sie trotzdem mit der Zeit, so dass auch die Erinnerung kein unverminderbares Vermögen darstellt. Mein Erinnerungsvermögen war am Montag Abend gefordert, denn ich schaute einen Film, den ich vor ca. 40 Jahren erst und letztmals sah: Barbarella.

Barbarella ist eine Comic-Verfilmung, die wegen ihrer 60-Jahre Ästhetik viel beachtet wurde. Ich war damals auch fasziniert und war gespannt, ob dies heute auch noch so sein würde. Nun, was die Ästhetik betrifft, ja. Die durchsichtigen Tricks und die hanebüchene Geschichte sind aber nichts mehr für 2016. Gut, bei der Geschichte bin ich mir nicht so sicher, ob die heutigen viel besser sind.

Zurück zur Erinnerung: Diese schlug bei mir in der letzten Szene des Films zu. Barbarella wird vom Engel, der sie begleitet hat, aus der Gefahrenzone weggeflogen. Zu ihrer Überraschung nimmt er aber auch die Tyrannin, die die Katastrophe verursacht hat, mit. Warum, wo sie ihn doch gefoltert hat, will sie wissen. Seine Antwort: Engel haben kein Erinnerungsvermögen.
Abgesehen davon, dass das Wort „Gedächnis“ weniger holprig wäre – erinnerte ich mich daran, dass ich diesen Satz anders in Erinnerung, pardon, im Gedächnis habe: Un ange n’a pas de memoire. Ich hatte den Film damals im französichen Fernsehen gesehen.

Ich bin kein Engel – ich kann mich sogar noch an synchonisierte Sätze erinnern.

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