Eine lange Geschichte

Es ist schwere Kost. Nicht nur wegen der 760 Seiten, sondern auch inhaltlich. Der Roman erzählt die Geschichte einer jüdiscsns9wkweaeiwzwchen Familie in der Schweiz über fünf Generationen von 1871 bis 1945.
Ein Paar in Endingen AG mit einer Tochter und einer Pflegetochter. Die beiden heiraten, ziehen nach Baden resp. Zürich, werden Eltern und Grosseltern. Der Letzte in der Reihe, der Urgrossenkel wird Zionist und wandert nach dem Krieg nach Israel aus. Niemand in der Geschichte heisst Melnitz. Er ist ein Geist, der die Juden immer wieder an die Vergangenheit, an die immer wiederkehrenden Judenprogrome erinnert.
Die Figuren sind fiktiv, nicht aber die Orte und die Geschichte darum herum. So muss man als Leser wohl zur Kenntnis nehmen, dass der Antisemitismus in der Schweiz, zwar gezügelt, aber nicht weniger schlimm war, als andeswo. Wäre die Schweiz im zweiten Weltkrieg besetzt worden, wären die Juden hier genauso verfolgt worden, wie in Deutschland. Etwas, das man hierzulande wohl noch viel weniger gerne hört, als, dass es nicht unsere Armee war, die uns vor der Besetzung bewahrt habt, sondern, dass wir einfach Glück hatten.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s