Vide-poche

Wenn man aus dem Haus geht, stopft man sich gerne alles in die Taschen, von dem man annimmt, dass man es brauchen wird. Meistens fehlt etwas. Manchmal, weil man seine Pläne geändert hat, aber häufiger, weil man einen Gegenstand in letzter Minute nicht mehr gefunden hat. Letzters, weil man am Vortag allerlei Krimskrams irgendwohin abgelegt hat und sich nicht mehr erinnert, wohin.
Schon vor vielen Jahren bin ich auf die Idee gekomment, den Inhalt meiner Taschen in eine bestimmte Schublade zu leeren. Kürzlich habe ich erfahren, dass es dafür einen Namen gibt: „Vide-Poche“. Die Luxusgüterindustrie bietet zu diesem Zweck allerlei edle Gefässe. Mir genügt, wie gesagt, eine Schublade, oder neuerdings, ein Regal meiner Korridorkommode, denn dieses ist besser auf Griffhöhe.
In mein Vide-Poche, das vor dem Weggehen auch ein Rempli-Poche ist, gehören nicht nur Portemonnaie und Autoschlüssel. Auch saisonale Gegenstände wie Schirm, Sonnenhut, Wintermütze, Halsbonbons. Zudem gibt es noch ein „Vide-Portemonnaie“, eine Schachtel in der allerlei Kärtchen, die es nicht täglich braucht, aufbewahrt werden.

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4. Adventssonntag

Der Advent – die Wartezeit – ist zu Ende. Bei manchen beginnt Weihnachten vielleicht schon heute, bei den meisten aber morgen. Bei mir wiederum sogar erst am 25. Dezember, am Dienstag. Wie dem auch sei: Ich wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit!

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Die Woche vom 16. – 22. Dezember

Sonntag

Am Samstag unbedingt noch spazieren zu gehen, war vielleicht nicht die beste Idee. Husten und Halsschmerzen sind wohl nicht nur, aber auch die Folge davon.

Montag

A. und ich haben auf dem Menupass einiger Thuner Restaurants Stempelchen gesammelt. Wir haben jetzt beide zehn Stempel zusammen und das heutige Menu ist gratis. Wir sind im „Chäs“, dem Restaurant Emmental und wählen beide den Hamburger.
Am Abend habe ich mit einem Interessenten für unseren Schachklub abgemacht. Da im Dezember nicht viel im Klub los ist, wollte ich ihn nicht auf gut Glück hin schicken. Kaum losgefahren, erhalte ich ein SMS, er könne nicht kommen. Dann halt.

Dienstag

Ich kränkle. Nicht einmal zum Waschen, habe ich es gebracht. Dafür habe ich ständig Durst, als hätte ich Fieber, was aber nicht der Fall ist.

Mittwoch

Es geht mir wieder besser und ich werde wieder „unternehmungslustig“. Jedenfalls genug, um nach Thun zu fahren, für Kommissionen und die Stadtbilbliothek. Ich nehme zwei Bücher und ein Hörbuch. Am Abend höre ich schon etwas daraus und backe Apfelkuchen.

Donnerstag

Heute wieder Stammtisch in Spiez. Ich überrasche die Serviererin und meine Kollegen, indem ich zuerst einen Pfefferminztee bestelle. Ich hatte vorher einen solch ausgiebigen Hustenanfall, dass ich erst den Hals beruhigen muss. Aber auf’s Bier anschliessend habe ich nicht verzichtet.

Freitag

Der Quartierladen ist wieder offen. Ich gehe hin um ein Brot zu bestellen und etwas mit Tinu, der den Laden schmeisst, zu plaudern. Ich frage ihn nach Orangenzesten, weil ich welche für’s Bier brauen brachen. Er hat keine, aber wir reden noch ein wenig über die Bierszene und ich verspreche ihm ein paar Flaschen meiner neuesten Kreation.
Für die Orangenzesten fahre ich nach Spiez und kaufe noch ein paar weitere Kleinigkeiten ein. Aber dann wieder schnell nach Hause, denn ich kränkle immer noch und morgen ist Grosskampftag.

Samstag

Heute ist also Brautag. Der fünfte dieses Jahr, was bedeutet, dass ich mein Ziel von sechs Brautagen im Jahr nicht ganz geschafft habe. Diesmal gibt es ein dunkles, fast schwarzes Bier. Schwarz wie meine Seele, habe ich gesagt. In sechs Wochen weiss ich, ob es zutrifft.
Die Zusammensetzung findet sich auf meiner Bierseite – es ist die Nummer 30.

 

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Wer weiss wie weiss…

… es nächste Woche wird. Der Wetterbericht stellt uns ja wieder ein Weihnachtstauwetter in Aussicht, welches den Schnee bis über 1000 Meter aufräumen soll. Darum hier noch eine Bestandesaufnahme, bevor es soweit ist.

Leider gerade keine Kamera zu Hand hatte ich heute morgen, als das Postauto an der Station anhielt. Das wäre an sich nichts Ungewöhnliches, aber die Türe war nicht geöffnet und es stand auch niemand an der Station. D.h., es stand schon jemand da – ein Reh auf der Strasse. Es war wohl etwas verwirrt über den Anblick dieses grossen, gelben Dings, das sich ihm genähert hatte. Schliesslich wagte es einen Sprung Richtung Wald und der Bus fuhr weiter.

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3. Adventssonntag

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Die Woche vom 9. – 15. Dezember

Sonntag

Ein gemütlicher Tag. Dem Wetter beim Schneien zuschauen, Podcasts und Musik hören, das obligatorische Zvier-Bier … und schon ist es wieder dunkel.

Montag

Nach Essen mit A. und ein paar „normalen“ Kommissionen gehe ich noch im Brockenhaus vorbei. Ohne wirklichen Plan. Da finde ich ein Pouletgeschirr. Das ist ein Teller mit einer Art Säule in der Mitte, auf das man das Poulet stecken kann. So kommt es in den Ofen. Das ist die „zivilisierte“ Variante des Poulet auf der Bierbüchse. Einen Fünfliber wollten sie dafür – das ist es mir Wert. Jetzt fehlt mir nur noch der Hauptdarsteller, ein Poulet.

Dienstag

Ein Nachbar hat das Knie operieren lassen und braucht Medikamente. Da er nicht selbst fahren kann, hat mich seine Frau gefragt, nach Spiez zu fahren. Mache ich natürlich und gehe bei dieser Gelegenheit ins Coop. Trifft sich gut, es gibt einen 5Rp/l-Gutschein zum Tanken.

Mittwoch

Bei meiner spontanen Reise nach Luzern, die stattdessen in Basel endet, entdecke ich auch das Titelbild zu diesem Artikel. Dieser Mannschaft würde ich sofort beitreten.

Donnerstag

Donnerstag ist Bierstammtischtag und wenn er wie heute im Hause ist, geht er etwas länger. Bis halb acht, um genau zu sein.

Freitag

Heute Abend ist Weihnachtsessen mit A. Wegen logistischen Problemen kommt er etwas verspätet (bei ihm, nicht bei der SBB). Da noch Nachbarn dabei sind, fangen wir schon an. Beim Dessert sind wir wieder gleichauf.

Samstag

Doch noch ein Reislein? Nur nach Interlaken und auch nicht zu lange. Heute gibt es – auch an der Sonne – schnell eine kalte Nasenspitze.

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Wieder eine Dreiländertour

Wieder die innere Stimme, die sagt: Bei diesem Wetter kannst du nicht zuhause bleiben. Also raus! Nach Luzern, die Sonne geniessen. Da aber der IC61 Verspätung hatte und ich den Anschluss verpasste, blieb ich sitzen und landete in Basel.
Auch gut. Ich hatte mir beim letzten Besuch vorgenommen, wieder einmal zum Dreiländereck zu gehen – das letzte Mal tat ich das noch auf einer Schulreise. Durch alle drei Länder schreiten, aber nicht wie damals um die Skuptur herum, sondern via den Dreiländersteg (im Hintergrund).
Der Steg ist zwar nah, aber um nach Weil zu kommen, muss man erst ein Hafenbecken umgehen, was eine gute halbe Stunde dauert. Ganz ohne Euros in der Tasche, passierte ich das Einkaufszentrum an der Grenze unbeschadet und überquerte den Dreiländerstag nach Hüningen. Am dortigen Rheinuferweg stehen Tafeln mit Elsässischen Gedichten und ich muss sagen, dass mir Elsässisch lesen noch schwerer fällt, als Berndeutsch.
Es wäre ein schöner Uferweg von Hünigen nach Basel, hätte es nicht kurz vor der Grenze ein Tor, das, gemäss eines Plakates, nur an Wochenenden geöffnet ist. So musste ich auch dort wieder ein Stück zurückmarschieren und mitten durch das Industriegebiet gehen. Aber so habe ich wenigstens einen Eindruck von der Grösse des Novartis-Geländes hier beidseits der Grenze erhalten.
Zurück in Basel, gönnte ich mir auf dem Barfüsserplatz noch einen Glühwein, bevor ich mich wieder Richtung Oberland davonmachte. Kaum zu Hause, kam auf Twitter die Meldung, die Streck Bern-Thun sei unterbrochen. Glück gehabt!

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